Popcornmaschine

Die Vorläufer der heutigen Popcornmaschine stammen aus dem dritten Jahrhundert vor Christ und unterscheiden sich von den heute gebräuchlichen Systemen überraschend wenig. Sie bestanden aus einem hohen, mit einem Loch auf der oberen Seite versehenen Gefäß aus Lehm, das über die Flamme gehalten wurde. Später kamen auch riesige Metalltöpfe oder dreibeinige Krüge aus Ton zum Einsatz, die mit ihrer seitlichen Öffnung zum Entnehmen des fertigen Popcorns an die heutigen Popcornmaschinen erinnern. Die Körner wurden am Maiskolben zubereitet, indem sie mit Öl benetzt und anschließend in den hohen Gefäßen zügig erhitzt wurden. Der Puffmais platzte auf und wurde am Kolben entnommen und verspeist.

Die Erfindung der Popcornmaschine

popcon-kinoPopcorn und Kino sind in der westlichen Kultur so eng miteinander verwachsen, dass angenommen wird, die Popcornmaschine entwickelte sich erst lange nach den ersten öffentlichen Filmvorführungen. Die erste Maschine für die Zubereitung der Puffmaiskörner, wie wir sie heute kennen, wurde jedoch schon im Jahr 1885 von dem US-Amerikaner Charlie Cretors erfunden. Zu seiner Zeit benutzten Straßenverkäufer für die Zubereitung ihrer Ware große Körbe aus Draht, in denen die mit Öl übergossenen Maiskörner über offenen Flammen erhitzt wurden. Diese Methode zeigte allerdings wenig Erfolg, da das Popcorn zu ölig oder trocken wurde. Charlie Cretors entwickelte daher auf Basis der in der Zeit gebräuchlichen Erdnuss-Röstmaschinen unter Zuhilfenahme eines speziellen Aufsatzes einen Popcornautomaten, in dem mit einer Mischung aus Puffmais, Zucker und Fett schmackhaftes Popcorn zubereitet werden konnte. Da dieses Lebensmittel vor allem auf Jahrmärkten beliebt war, versah Charlie Cretors seine ersten handlichen Modelle mit an- und abbaubaren Standbeinen, damit die Verkäufer sie überall leicht aufstellen konnten. Wenig später erfand Charlie Cretors einen Wagen mit Rädern, um die Popcornmaschinen so schnell wie möglich von einem Ort zum nächsten transportieren zu können, ohne die Räder vorher mühsam an- und abbauen zu müssen. Damit gelang seinem Unternehmen C. Cretors & Co. im Jahr 1893 schließlich der Durchbruch, als er seine Erfindung in Chicago im Zuge der Columbian Exhibition der Öffentlichkeit präsentierte. Innerhalb seiner Maschine sorgte ein gasbetriebener Motor für die benötigte Hitzewirkung, um ständig neues Popcorn herzustellen. Diese Erfindung machte den schmackhaften und knusprigen Snack sehr schnell populär.

Die Popcornwägen wurden von Pferden gezogen und boten den beliebten Snack ab Beginn des 20. Jahrhunderts auf jedem Jahrmarkt und Volksfest in den USA an. In der Zeit der Weltwirtschaftskrise der Dreißigerjahre galt Popcorn als der einzige Luxusartikel, den sich auch verarmte Menschen mit einem Preis von etwa fünf Cent pro Portion hin und wieder leisten konnten. Während des Zweiten Weltkriegs verdreifachte sich der Konsum von Popcorn in den USA durch die Zuckerknappheit und den damit verbundenen Rückgang der Süßwarenproduktion innerhalb weniger Monate.

Die moderne kommerzielle Popcornmaschine

PopcornmaschineHeute besitzen die kommerziellen Popcornmaschinen in Kinos und anderen Freizeiteinrichtungen einen schwenkbaren, elektrisch beheizbaren Kessel, der die Puffmaiskörner innerhalb kürzester Zeit auf über 250° C erhitzt. Am Boden befindet sich eine Platte mit Löchern, durch die die nicht aufgeplatzten Körner fallen, um anschließend aussortiert werden zu können. Ein spezielles Rührwerk sorgt dafür, dass die Zutaten wie Zucker oder Salz gleichmäßig verteilt werden und das Popcorn nicht anbrennt. Ein leichter Deckel aus Blech wird durch den Druck, den das Aufplatzen der Körner erzeugt, angehoben. Dadurch fällt das fertige Popcorn auf den Boden der Maschine und wartet dort darauf, serviert zu werden. Der Kessel ist von einem Gehäuse aus Glas und Metall umgeben, das oft in ansprechendem Retrodesign gestaltet und üblicherweise an den Kanten rot lackiert ist. Eine beheizte Platte am Boden des Gehäuses hält das fertige Popcorn warm. Kommerzielle Popcornmaschinen können, was Größe und Qualität betrifft, stark variieren. In der Regel sind die Automaten etwa eineinhalb bis zwei Meter hoch und teilweise mit Rädern versehen, die für eine zeitlose Optik sorgen.

Zubereitung zu Hause – Die Popcornmaschine für den Privatgebrauch

Die elektrisch betriebene Popcornmaschine für den Heimgebrauch wurde im Jahr 1925 erfunden und nach dem Vorbild der großen gewerblichen Maschinen konzipiert. Sie erfreut sich nicht nur in ihrem Herkunftsland Amerika größter Beliebtheit, sondern ist auch hierzulande in immer mehr Haushalten zu finden. Die heutigen Modelle sind in vielen unterschiedlichen Ausführungen erhältlich und kaum größer als ein Wasser- oder Eierkocher. Modelle von Marken wie Severin, Demer oder Clatronic sind nicht nur günstig und platzsparend, sondern auch, was Aussehen und Größe betrifft, mit anderen kleinen Küchengeräten vergleichbar. In den USA sind Popcornmaschinen für die Herdplatte äußerst beliebt, die aus einem Topf mit einer Kurbel bestehen. Während die Puffmaiskörner im Inneren des Topfes erhitzt werden, wird durch das Drehen der Kurbel garantiert, dass nichts anbrennen kann und das Popcorn mit den Zutaten wie Öl, Butter, Salz oder Zucker gut durchgemischt wird.

Retro Popcornmaschinen

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Wenn Sie das angesagte Retrodesign bevorzugen, bieten sich Modelle von führenden Herstellern wie Simeo, Unold, Ariete oder Rosenstein an, die durch das rote Gehäuse und ihre zeitlose Form an Süßigkeiten-Automaten erinnern und einen attraktiven Hingucker in jeder Küche darstellen. Mit einer maximalen Höhe von etwa einem halben Meter und einer Breite von zwanzig bis dreißig Zentimetern können solche Retro-Popcornautomaten ebenfalls platzsparend untergebracht werden.

Heißluft Popcornmaschinen

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Heißluftmodelle ermöglichen die Zubereitung ohne Öl, wodurch sich ein kalorienarmer und gesunder Snack ergibt. Ein weiterer Voreil der mit Heißluft funktionierenden Maschinen ist, dass sie einfach sauber zu halten sind. Modelle, die die Zugabe von Fett, Zucker oder Salz erlauben, sind etwas schwieriger in der Pflege, da die vermischten Zutaten unter der Hitzeeinwirkung leicht festkleben. Daher sollten solche Popcornmaschinen nach jedem Durchgang von den gröbsten Verschmutzungen befreit und die Einzelteile regelmäßig mit warmem Wasser gewaschen werden. Erkundigen Sie sich deshalb beim Kauf, ob die Teile des gewählten Modells herausnehmbar sind.

Popcornmaschinen für zu Hause bieten gegenüber alternativen Zubereitungen den Vorteil, dass sich die Temperatur einstellen lässt und ein regelmäßiges Ergebnis erzielt wird.

Wie bei allen elektrisch betriebenen Geräten gilt auch bei Popcornmaschinen für den privaten Gebrauch, dass sie nicht mit Wasser in Kontakt kommen dürfen und nie unbeaufsichtigt in Betrieb genommen werden sollten. Lesen Sie sich vor der Inbetriebnahme die mitgelieferte Bedienungsanleitung sorgfältig durch, um Fehler in der Anwendung zu vermeiden.

Alternativen

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Wenn Sie frisches Popcorn nur hin und wieder genießen möchten, ist die Zubereitung in einem Popcorn-Topf mit Öl oder die Mikrowelle jedoch eine sinnvolle Alternative. Im Supermarkt sind heute spezielle Säckchen erhältlich, die nur für wenige Minuten in der Mikrowelle erwärmt und anschließend geöffnet werden und duftendes, frisch aufgeplatztes Popcorn enthalten.